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Nimmt die Streuung zu?

Unter Streuung versteht man das Phänomen der Streuung der Auftreffpunkte von Geschossen über eine bestimmte Fläche (in einem bestimmten Raum) beim Schießen mit derselben Waffe unter praktisch identischen Bedingungen.

Bei vielen Schützen ist die Überzeugung tief verwurzelt, dass die Streuung (Genauigkeit) direkt proportional zur Entfernung sei, aber das ist eine falsche Aussage!

Wenn Ihre Waffe konstant eine Genauigkeit von 0,75 MOA erreicht, was einem Gruppendurchmesser von 2,17 cm auf 100 m entspricht, bedeutet dies nicht, dass Ihre Genauigkeit auf 800 m innerhalb von 17,4 cm (0,75 MOA) bleibt.

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Dies erklärt sich dadurch, dass die Streuung nicht mehr vom Winkelfehler abhängt, sondern durch die Querkomponente der Geschossgeschwindigkeit bestimmt wird und die Abweichung proportional zur Flugzeit des Geschosses ist.

Ich möchte betonen, dass der oben genannte Faktor der wichtigste und bedeutendste, aber nicht der einzige in dieser Angelegenheit ist. Für diejenigen Leser, die tiefer in das Thema eintauchen möchten, bieten wir eine Forschungsrichtung, für alle anderen bieten wir die B. Litz-Formel an, mit der Sie die charakteristische Genauigkeit für Ihr Waffensystem und Ihre Munition auf verschiedene Entfernungen berechnen können.

Alles, was Sie tun müssen, ist, die Genauigkeit in cm pro 100 m mit der Flugzeit des Geschosses (auf die gewünschte Entfernung) zu multiplizieren und dann durch die Flugzeit pro 100 m zu dividieren.

Beispiel: Kaliber 338 LM, Hornady HPBT 250 gr (G7 – 0,315). Geschwindigkeit 884 m/s unter normalen Wetterbedingungen.

Nehmen wir an, dass die gegebene Munition für unsere Waffe eine stabile Genauigkeit von 1 MOA (2,9 cm) auf eine Entfernung von 100 m bietet und wir die Streuung auf 1000 m berechnen müssen.

Die Daten des ballistischen Rechners geben uns eine Flugzeit von 0,116 s auf 100 m bzw. 1,574 s auf 1000 m.

2,9 cm × 1,574 ÷ 0,116 = 39,35 cm.

Die Streuung auf 1000 m beträgt 39,35 cm.

Wie funktioniert es?

Vereinfacht ausgedrückt hängt die Flugzeit von der Anfangsgeschwindigkeit (Mündungsgeschwindigkeit) und den ballistischen Eigenschaften des Geschosses ab: Je höher die Geschwindigkeit und je höher der BC (ballistische Koeffizient), desto besser dringt das Geschoss in die Luft ein und erreicht dementsprechend schneller das Ziel. Dies bedeutet, dass die Faktoren, die die Genauigkeit beeinflussen, kürzer auf das Geschoss einwirken und es somit weniger von der idealen Flugbahn abbringen.

Diese Formel ist aufgrund deterministischer Variablen, in erster Linie Wind und zweitens Schwankungen der Mündungsgeschwindigkeit, nicht 100 % genau, aber sie funktioniert.

Viel Spaß bei der Jagd, meine Herren!

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